Von der Idee bis heute

Rivella Geschichte ist Schweizer Geschichte

Von der Idee...
 
1949 suchte ein junger Schweizer auf dem Inserateweg «Aufträge von Schweizer Firmen, die in Amerika Fuß fassen möchten»; Wer seine Reise mitfinanzierte, dem wollte er die Türe zu neuen Märkten aufstoßen. Als der junge Mann abreiste, hatte er in seinem Gepäck auch eine Rezeptformel für eine Art Molkenbier. Es stammte aus dem Nachlass eines verstorbenen Milchbiologen aus Zug.
Zwei Jahre später kehrte er zurück, und mit ihm das Rezept. Im Land der unbegrenzten Süßgetränke konnten die Leute mit Molke nichts anfangen, im Gegensatz zur Schweiz, dem Land der Kühe, Kuren und Molkenbäder.

...zur Erfindung...

Den Bruder des Amerikareisenden stach die Neugier. Es war Robert Barth, Jurastudent kurz vor dem Abschluss. Er kaufte die Rechte am Rezept und experimentierte so lange, bis er hatte, was ihm schmeckte: Ein «alkoholfreies diätetisches Tafelgetränk mit wertvollem Milchserum und natürlichen Essenzen aus Früchten und Kräutern aromatisiert, wohlschmeckend und zu Trinkkuren vorzüglich geeignet.»

... zur Produktion...

1951 gründete der Jungunternehmer das «Milkin-Institut Robert R. Barth», kaufte Occasionsmaschinen, stellte sie in Stäfa in eine ehemalige Weinhandlung, scharte 14 Mitarbeiter um sich und legte 1952 los. Schon nach kurzer Zeit belieferte er am Zürichsee und in der Stadt über 250 Kunden. Es waren Restaurants und Grossisten darunter. Die Nachfrage wuchs.

... zur Marke....

Robert Barth hatte eine große Marke vor Augen. Namen, Schriftzug und Grafik entwickelte er äußerst sorgfältig, zusammen mit Fachleuten. In Anlehnung an das italienische Wort für Offenbarung, Rivelazione, nannte er sein Getränk «Rivella».

... zum Erfolg...

Die Nachfrage explodierte. Schon nach zwei Jahren bezog Robert Barth, inzwischen Dr. iur., mit seinem Unternehmen den neu gebauten Produktionsbetrieb samt Verwaltungsgebäude im zentral gelegenen Rothrist. Rivella war auf Wachstum angelegt.

...zur Identität...

Dr. Robert Barth hatte ein feines Sensorium für Marketing. Molke war erstens typisch für das Agrarland Schweiz - und zweitens gesund. Dr. Barth setzte deshalb von Anfang an konsequent auf die Themen Schweiz und Gesundheit, an letzterem dockte er den Sport an. Er baute Rivella so, dass des Schweizers Selbstempfinden sich darin spiegelte: Unverwechselbar anders, besser, gesünder, traditionsreicher - Ein erfolgreicher Sonderfall.

... zur Expansion...

Noch vor dem Umzug nach Rothrist gründete Dr. Barth die Rivella International AG, die heute noch als Markeninhaberin von Rivella die weltweiten Herstellungs-, Vertriebs- und Markenrechte betreut. Die ersten Paletten gingen 1957 nach Holland, an die Lizenzpartnerin Coöperativen Condensfabriek Friesland in Leeuwarden (CCF). Weitere Länder würden folgen, doch Holland würde stets Rivellas stärkster Auslandmarkt bleiben.

... zum «Trendsetting»...

1958 bekam Rivella eine kleine Schwester: Rivella blau war das erste kalorienarme Getränk überhaupt, 25 Jahre bevor aus dem Land der unbeschränkten Süßgetränke eine Light-Welle herüber schwappte. Allerdings gab Rivella sich auch in diesen Elvis-Zeiten weder trendy noch weltmännisch-englisch, um das neue Produkt bei den Menschen zu verankern, sondern ganz einfach: farbig und nannte es schlicht Rivella «blau».

... und Engagement...

Rivella tat stets viel für den Schweizer Sport. Dahinter steckte nicht nur das Marketing des Unternehmens, sondern auch das gesellschaftliche Verantwortungsbewusstsein des Unternehmers - die Glaubwürdigkeit aus letztem verlieh dem ersteren wohl noch zusätzlichen Schub. Rivella wurde Mitglied und Förderer bei der Schweizerischen Sporthilfe, bei Swiss-Ski, bei Swiss Olympic und beim Schweizerischen Unihockeyverband. Bereits in den 60er-Jahren etablierte die Abteilung Sports & Events umfangreiche Dienstleistungen an Sportanlässen und Konzerten, dies nicht nur im Bereich Getränke und Catering, sondern auch in den Bereichen Technik und Sportmaterial-Leihservice.

... zur Glaubwürdigkeit...

Einprägsam war der jahrzehntelange öffentliche Auftritt von Rivella als «offizielles Getränk» der Schweizer Skinationalmannschaften, der Unihockey Nationalmannschaften und der Schweizer Olympiamannschaften. Weniger spektakulär, aber umso unmittelbarer und konkreter war der große und konstante  Einsatz in der Jugendsport- und der Nachwuchsförderung. 1977 übernahm Dr. Barth gar das Präsidium der Stiftung Schweizer Sporthilfe.

... zum Vorreiter...

1993 war Rivella der erste Schweizer Getränkehersteller, der das ISO-9001-Qualitäts-Zertifikat erhielt. Als einer der wenigen Getränkeproduzenten in der Schweiz erfüllte das Unternehmen zudem bereits die strengen Richtlinien der Food Safety Standards «IFS». Das Qualitätsbewusstsein ging aber stets über die Abfüllanlage hinaus: ein feinmaschiges, gesamtschweizerisches Verteilernetz garantierte eine schnelle und sorgfältige Distribution aller Rivella-Getränke an tausende von Gastgewerbe- und Detailhandelskunden.

... zum «Blockbuster»...

Ein weiterer Meilenstein war die erfolgreiche Lancierung von Rivella grün mit Grünteeextrakten im Jahr 1999. Damit vervollständigte Rivella seine Farbtrilogie.

.... zum Generationenwechsel...

45 Jahre lang hatte Dr. Robert Barth das Unternehmen mit viel Gespür aufgebaut. Dabei hatte er viel unternehmerische Verantwortung getragen. Im Herbst 2000 trat er als Verwaltungsratspräsident seiner Rivella-Holding zurück und übergab die Verantwortung seinem ältesten Sohn Alexander Barth. Gleichzeitig wurden die operativen Führungsstrukturen gestrafft: Die bisher getrennt organisierten drei Geschäftsbereiche (Markt Schweiz, Markt Ausland und Rivella Holding) wurden unter einer einzigen Geschäftsleitung zusammengefasst.
Ein natürlicher Generationenwechsel in allen operativ tätigen Gruppenfirmen, zur richtigen Zeit und ohne äußeren Druck, war in Zeiten globalisierten Geschäftens ein seltener Hergang. Und wohl gerade deswegen typisch für die Natürlichkeit von Rivella.

.... über Kampfgeist...

Das neue Jahrtausend brachte fallende Grenzen, eine Internationalisierung des Handels und eine Konzentration des Detailhandels auf wenige Grossisten mit sich. Der rauere Wind, getragen nicht zuletzt von aggressiv kommunizierenden Detailhändlern aus dem Ausland, führte zu einem enormen Preisdruck und zu sinkender Markentreue. Ein Grossteil der Produzenten beugten sich dem Druck - Rivella widersetzte sich. Stattdessen pflegte das Unternehmen die historisch gewachsene Identität seiner Marke mehr denn je. Rivella war längst Teil der Kindheitserinnerungen vieler Schweizerinnen und Schweizer geworden. Und diese wollte und will das Unternehmen nicht preisgeben.

.... in die Zukunft...

2007, 55 Jahre nach der Firmengründung, genehmigte Rivella sich selber eine Erfrischung: Ein lebendiger neuer Auftritt mit munterem Logo und neu gestalteten Flaschen. Rivella grün wurde um fünfzig Prozent Zucker erleichtert und geschmacklich frischer.

... die bei Rivella Tradition hat.

Seit der junge Robert Barth an seiner «Rivelazione», seiner Offenbarung, zu arbeiten begann, haben sich die Zeiten geändert; Heute verlassen jährlich rund hundert Millionen Liter Getränke die Rothrister Abfüllanlagen. Rivella ist im schweizerischen Süßgetränkemarkt mit einem wertmäßigen Marktanteil von 19 Prozent die Nummer zwei. 17 Millionen Liter werden im Ausland getrunken.

Die Menschen allerdings haben sich nicht geändert. Ein Familienunternehmen muss nach wie vor schlank und effizient organisiert sein, und es muss nach wie vor von Menschen getragen und geleitet werden, deren Visionen und Lebensfreude die Mitarbeiter, das Unternehmen und damit auch die Produkte zu inspirieren, zu beleben vermögen. Denn Mitarbeiter wie Konsumenten sind Menschen, und Menschen wählen das, was lebt. Rivella.

Erleben Sie die Rivella Geschichte in Bildern und Filmen.
 
[nach oben]